Manchmal sind es nicht neue Features oder Designfragen, die ein Produkt voranbringen – sondern eine ganz einfache Nachfrage aus dem Markt: Wie lange hält das eigentlich?
Genau diese Frage erreichte das Startup Closd Schule von potenziellen Kund:innen in der Entwicklungsphase. Gemeint war der Verschluss ihrer Handytaschen – ein zentrales Bauteil, das im Alltag unzählige Male geöffnet und geschlossen wird. Für das Team war klar: Eine subjektive Einschätzung reicht hier nicht. Es brauchte eine belastbare, objektive Antwort und einen professionellen Dauertest dafür. Warum sie sich für diesen Schritt entschieden haben, erklärt Christina Wulf:
Uns war wichtig, eine zentrale Frage aus dem Markt nicht nur gefühlt, sondern objektiv zu beantworten. Der Test mit dem Roboter im Digital Hub hat uns geholfen, die Belastbarkeit unseres Produkts realistisch zu prüfen und fundierte Entscheidungen für die Weiterentwicklung zu treffen.
Christina Wulf, Gründerin Closd Schule
Ein Startup mit Fokus auf nachhaltigem Handyzubehör
Closd wurde 2023 von den beiden Geschwistern Christina und Sebastian Wulf an der FH Münster gegründet und entwickelt nachhaltigeres Handyzubehör – hergestellt in Deutschland. Aufbauend auf seiner Erfahrung im Onlinehandel entwickelt das Team unter dem neuen Namen „Closd Schule“ jetzt auch praxisnahe Lösungen für den Bildungsbereich. Herzstück ist dabei die signalabschirmende und verschließbare Handytasche. Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, ihre Smartphones während des Schultags sicher aufzubewahren. Für eine digitale Pause während des Unterrichts.
Der Kontakt zum Digital Hub münsterLAND besteht dabei bereits seit der Gründungsphase. Gründer Sebastian Wulf nutzt die Infrastruktur des Hubs bereits seit Längerem für Prototyping, Weiterentwicklung und Tests seiner Produkte. Die Zusammenarbeit ist über die Zeit mit dem Startup gewachsen – vom Experimentieren mit ersten Ideen bis hin zu gezielten Prüfungen einzelner Komponenten. Der jetzt durchgeführte Dauertest knüpfte genau daran an und verlagerte den Fokus von der Entwicklung hin zur systematischen Qualitätssicherung mithilfe von Robotik. Christina Wulf über die Zusammenarbeit:
Der Digital Hub münsterLAND bot uns den passenden Rahmen, um den Produkttest technisch sauber aufzusetzen und belastbare Ergebnisse zu erhalten.
Christina Wulf, Gründerin Closd Schule
Von der Kundenfrage zum Testkonzept
Solche Qualitätsfragen sind für Startups oft eine Herausforderung. Auf der einen Seite steht der Anspruch, verlässliche Aussagen zu treffen. Auf der anderen Seite fehlen häufig die Ressourcen oder die Infrastruktur, um auf Industrie-Niveau zu testen. Schnell war klar, dass sich ein solcher Test nicht manuell durchführen lassen kann. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sind 5.000 bis 10.000 Zyklen notwendig, also tausendfaches Öffnen und Schließen des Verschlusses unter gleichen Bedingungen.
Für Closd Schule führte der Weg deshalb zu Mirco Drüen in den Digital Hub münsterLAND. Gemeinsam entstand die Idee eines realitätsnahen Dauertests, der den täglichen Gebrauch simuliert – nicht ein paar Mal, sondern tausendfach. Sie entwickelten ein Test-Setup mit einem kollaborativen Roboter (,der letztes Jahr von der Industrieinitiative an den Digital Hub gespendet wurde): Mithilfe des Roboters öffnete und schloss der Verschluss der Handytasche zuverlässig über 10.000 Zyklen hinweg – reproduzierbar, ermüdungsfrei und praxisnah. Ergänzt wurde der Aufbau durch individuell entwickelte Greifer und mehrere Iterationsschritte, um den Ablauf zu optimieren.
Was technisch klingt, hatte vor allem ein Ziel: Sicherheit gewinnen und Antworten erhalten – für das Startup und für die späteren Kund:innen.
Ein klares Ergebnis – und eine klare Botschaft
Nach rund elf Stunden Testlauf und über 10.000 Öffnungs- und Schließzyklen stand das Ergebnis fest:
Keine Verschleißerscheinungen, keine Funktionsverluste – der Verschluss funktionierte nach dem Dauertest genauso zuverlässig wie zuvor.
Für closd ist das ein positives Testergebnis, das die Qualität und Langlebigkeit der closd-Produkte objektiv belegt – und eine klare Antwort auf die Fragen aus dem Markt liefert. Gründerin Christina Wulf fasst das Textergebnis zusammen:
Durch den Robotertest konnten wir unsere Handytasche unter Bedingungen prüfen, die im Alltag sonst kaum messbar wären. Die gewonnenen Daten geben den Schulen Sicherheit und helfen uns, Qualität transparent zu kommunizieren.
Christina Wulf, Gründerin Closd Schule
Die Zusammenarbeit zeigt exemplarisch, wie Startups im Digital Hub münsterLAND durch den Zugang zu Robotik, Prototyping-Infrastruktur und praxisnahen Testmöglichkeiten ihre Produkte nicht nur entwickeln, sondern auch fundiert validieren können.
Weitere Infos zum Startup Closd Schule und ihrem neuen Produkt gibt's hier: www.closd-schule.de
