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Bei der Vorstellung unserer Lösung sind Kunden oft überrascht.

 orderspot-Gründer Martin Lenter und Denis Westermeyer
orderspot-Gründer Martin Lenter und Denis Westermeyer

Das Startup orderspot aus Münster baut einen Marktplatz für den Sofortkauf von Laserteilen auf. Im Digital Hub Accelerator haben sie neue Kontakte und Kunden zur Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells gefunden. Wie genau, erzählen Sie im Interview-Portrait.

Im Interview-Portrait sprach unser Geschäftsleiter Sebastian Köffer mit den beiden orderspot-Gründern Martin Lenter und Denis Westermeyer.

Wie kamt ihr auf die Idee für euer Startup und was hat euch motiviert den Weg anzugehen?

Wir hatten beide schon lange den Wunsch beruflich auf eigenen Beinen zu stehen. Das Problem von langen Wartezeiten auf Angebote ist in Industrie und Handwerk alltäglich. Daher lag es für uns nahe, sich dem Problem anzunehmen und unsere Jobs, die wir bis Ende 2019 noch hatten, an den Nagel zu hängen und loszulegen. Dass aktuell außerdem viele Startups im On-Demand Manufacturing-Bereich gegründet werden – was die Branche für digitale Innovation sensibilisiert – und die Bestellung mit einem echten Marktplatz in dieser Form noch nicht existiert, spielt uns in die Karten. Deshalb haben wir gesagt: Okay, das ändern wir!

Aus wie vielen Mitgliedern besteht euer Team aktuell und wie hat das Team zusammengefunden?

Wir sind aktuell zwei Gründer. Dazu haben wir noch einen Werkstudenten und einige Praktikanten. Wir suchen noch weitere Praktikanten und haben dazu noch Stellen für Bachelor- und Masterarbeiten ausgeschrieben. Wir kennen uns privat schon sehr lange. Unsere Chemie stimmt, unsere Fähigkeiten ergänzen sich gut und wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können, was wichtig ist. Martin hat 11 Jahre in Holz- und Möbelindustrie und 4 Jahre bei einem Innenausbauer gearbeitet. Während dieser Tätigkeit entwickelten wir im gemeinsamen Austausch die Gründungsidee. Er übernimmt bei orderspot Vertrieb. Denis war 13 Jahre im SAP Consulting unterwegs und übernimmt die technologische und kaufmännische Seite.

Das Wichtigste .. ist sicherlich die Unterstützung durch andere Startups, die aus dem Digital Hub Accelerator oder die im Technologiehof. Da können wir uns dann nach dem Motto: „Wie macht ihr das denn?“ austauschen.

Welche Unterstützung habt ihr bisher auf eurem Weg erfahren?

Das Wichtigste, um uns im Bereich Geschäftsmodell weiter zu entwickeln ist sicherlich die Unterstützung durch andere Startups, die aus dem Digital Hub Accelerator oder die im Technologiehof. Da können wir uns dann nach dem Motto: „Wie macht ihr das denn?“ austauschen. Aber auch die Experten-Calls im Digital Hub Accelerator bringen uns überall ins Spiel und machen unser Geschäftsmodell dann immer ein bisschen runder. Wir haben einige feste Produktionspartner gewonnen. Dazu kommen feste Beabsichtigungen, die auch über die Community des Digital Hub kamen. Was würde euch mittelfristig am meisten weiterhelfen? Weiterhin Kontakte. Jeder Kontakt zu einer Firma hilft uns weiter. Mit je mehr Leuten wir sprechen umso vollumfänglicher wird unser Blick, was Branche und Industrie brauchen. Und das andere ist, dass wir in den nächsten Monaten eine Finanzierungsrunde planen – wobei wir da, was die Höhe betrifft - und ob Business Angel oder VC – zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen treffen können.

Welche Vision steckt hinter eurem Startup?

Die Vision ist, dass wir die Beschaffung von individuellen Bauteilen und nachher auch Baugruppen für alle Beteiligten so einfach, automatisiert, digital und integriert wie möglich machen wollen. Man sollte gar nicht mehr drüber nachdenken, wie das Ganze funktioniert. Individuell bedeutet in unserem Kontext, dass alle Produkte die Kunden selbst konstruiert haben auf Knopfdruck eingekauft werden können.

Was zeichnet den Standort Münster aus?

Gerade die letzten Monate haben ja gezeigt, dass der Ort an dem man arbeitet nicht das wichtigste an einem funktionierenden Unternehmen ist - wir sind digital und unser Geschäftsmodell ist vollständig digital. Und dennoch haben wir mit Münster und dem Münsterland eine starke Wirtschaft mit guten Unternehmen, die in unserer Branche sehr gut aufgestellt sind und uns gut fordern. Hier gibt es außerdem gute Hochschulen, auch im technischen Bereich, was aus unserer Sicht die Innovationsbereitschaft fördert. Daher glauben wir, dass Münster alle Voraussetzungen hat, damit wir unser Geschäft hier die nächsten Jahre sehr gut vorantreiben können.

Wenn wir bei Unternehmen sind, dann hören wir oft: Das geht nicht, weil… und im Hintergrund wissen wir, dass wir genau dafür die Lösung schon längst gebaut haben.

Welchen Rat könnt ihr schon jetzt anderen Startup Teams im Münsterland geben?

Vernetzt euch! Sucht das Gespräch mit anderen Startups und sucht das Gespräch mit euren Kunden! So findet ihr heraus, wie ihr eine innovative Lösung bauen könnt, die deren hintergründige Probleme adressiert. Kunden erzählen von Problemen - was aber das dahintersteckende Bedürfnis ist muss man aber vielleicht noch herausfinden. Wenn Henry Ford die Leute gefragt hätte, was sie sich wünschen, hätten sie „schnellere Pferde“ aber nicht „Autos“ geantwortet. Und genau diese Erfahrung ist bei uns kopierbar. Wenn wir bei Unternehmen sind, dann hören wir oft: Das geht nicht, weil… und im Hintergrund wissen wir, dass wir genau dafür die Lösung schon längst gebaut haben.

Story verfasst von
Sebastian Köffer

Sebastian Köffer

Geschäftsführer
Events Startups
Techies

06.01.2021